Unter dem Motto „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen im Kontext Hochschule“, fand die zweitägige digitale Veranstaltung mit rund 80 Teilnehmenden aus Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Sie wurde vom Netzwerk Gesundheitsfördernder Hochschulen Südwest, unter Beteiligung von Expertinnen der Techniker Krankenkasse und der Unfallkasse Baden-Württemberg durchgeführt.

Vor dem Hintergrund aktuell veränderter Arbeitsorganisationen in Zeiten der Corona-Pandemie durch „Mobiles Arbeiten“ rückt die Frage nach der Beurteilung psychischer Belastungen verstärkt in den Vordergrund. Eine Blitzumfrage unter den Teilnehmenden ergab, dass 20% eine Gefährdungs-beurteilung psychischer Belastungen durchführen und knapp 40% eine Umsetzung an ihrer Hochschule planen. Entsprechend hoch war der Wunsch der Teilnehmenden praktische Umsetzungstipps zu erhalten.

Expertinnen und Experten der Unfallkasse Baden-Württemberg, PH Heidelberg, TU Darmstadt und der Techniker Krankenkasse teilten ihre Erfahrungen und zeigten auf, wie eine Durchführung im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) erfolgen kann und somit Synergieeffekte für das BGM zu nutzen sind. Es konnten konkrete Handlungsempfehlungen und Lösungsstrategien für die Gefährdungs-beurteilung psychischer Belastungen dargestellt werden. Die drei Fokusthemen waren, die Umsetzung der gesetzlichen Rahmen-bedingungen, die Auswahl geeigneter Instrumente und die praktische Umsetzung aus den Ergebnissen abgeleiteter Maßnahmen. Die Teilnehmenden profitierten von der Expertise und konnten im Chat ihre Fragen stellen.

Erfreulich waren die positiven Rückmeldungen, in denen besonders die praktischen Erfahrungen und Empfehlungen sowie das fundierte Hintergrundwissen von den Teilnehmenden geschätzt wurden. Zusammenfassend war die erste digitale Fachtagung „Gefährdungs-beurteilung psychischer Belastungen“ des GHSW erfolgreich und motiviert zu weiteren Online-Seminaren in diesem Format.

Die Vorträge der Referenten sowie weiteres wissenswertes Informationsmaterial finden Sie hier!

Die Unfallkasse Baden-Württemberg – als zuständiger Sozial-versicherungsträger – bietet Handlungshilfen für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilung an. Außerdem können Ergebnisse von Mitarbeiterbefragungen im Rahmen eines BGM zur Vervollständigung der Erfassung der psychischen Gefährdungen mit dem Instrument der Gefährdungsbeurteilung verknüpft werden.

Aktuelles Erste digitale Fachtagung des Netzwerks Gesundheitsfördernde Hochschulen Südwest